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Stadtverträgliche
Alternativen

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  die   HAFEN Q U E R SPANGE

Aktuelles siehe auch http://zukunftsplan-statt-autobahn.de/

Freie Sicht auf Hamburg

 

 

 

Hafenquerspange – eine Kurzübersicht von Michael Rothschuh, Mai 2010

Mit der Hafenquerspange (HQS), einem Begriff, der sich in den 1980er Jahren eingebürgert hat, ist eine Ost-West-Autobahn zwischen A7 und A1 durch den Hafen und den Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gemeint.

Geschichte:

1939 Die Pläne sehen – ähnlich wie für Berlin – einen Autobahnring in Hamburg vor, dessen südlicher Teil eine Autobahn zwischen der im Bau befindlichen Bremer Autobahn und der geplanten Nord-Süd-Autobahn (heute A7) sein soll. Diese Autobahn wird schon 1943 in Schulatlanten eingezeichnet.

1974 Die Köhlbrandbrücke verbindet den östlichen Hafen mit der A7 und dem neuen Elbtunnel. Die Köhlbrandbrücke ist eine Stadtstraße in der Verwaltung der Hamburg Port Authority, als Autobahnzubringer ist sie vom Bund mit finanziert.

Hafenautobahn-1979

1979 In den 70er Jahren scheitern die Stadtautobahnpläne nördlich der Elbe (Alsterquerspange, Stadtautobahn entlang der U-Bahn und im zugeschütteten Isebekkanals u.v.m.) am Widerstand der Hamburger Bürgerinnen und Bürger. Als Ersatz für diese Stadtautobahnen wird eine „Hafen-Autobahn“ zusammen mit einem Baumwalltunnel in dem Generalverkehrsplan 1979 verankert:
Der Verkehr soll z.B. von der Ost-West-Straße über den Baumwalltunnel und die Stadtautobahn an die Autobahnen A1 und A 7 herangeführt werden. Eine Ab- und Zufahrt zum/vom Freihafen auf diese Strecke ist nicht vorgesehen.

1984 teilt Bürgermeister von Dohnanyi auf einer von protestierenden Wilhelmsburgern einberufenen Bürgerversammlung das Ende der Pläne für eine Hafenquerspange mit, nachdem der Baumwalltunnel gescheitert ist. Der Bund ist nicht bereit, einen Baumwalltunnel zu zahlen, weil er keine Autobahn ist, stattdessen soll eine 4. Elbtunnelröhre gebaut werden.
Von der Behörde wird dennoch weiter an der Hafenquerspange geplant.

1990 werden die Wohngebiete auf der Veddel entlastet, indem die B4/75 von Wohnstraßen auf die Autobahn verlegt wird. Im Zuge dessen wird die A252 zwischen der A255 und der Wilhelmsburger Reichsstraße gebaut. Fortan erscheint die Hafenquerspange als Verlängerung der A252 zur A1.

1992 gelangt die HQS in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans und 1996 auch in das Transeuropäische Netz der EU. Die Finanzierung durch Bund oder EU ist damit aber nicht verbunden.

1998 wird mit einer Linienbestimmung begonnen. Die Alternativen sind damals – und 10 Jahre später wieder – „Nordtrassen“, „Südtrassen“ sowie eine Diagonale Ost und eine Diagonale West.



Linienbestimmung

Rot: Nordtrasse

Lila: Südtrasse

Lila-Gelb:: Diagonaltrasse Ost

Lila-Blau-Rot: Diagonaltrasse-West

 

1999 In Wilhelmsburg verstärkt sich der Widerstand: „Zukunftsplan statt Autobahn“

2003 Die HQS wird im Bundesverkehrswegeplan unter der Regierung von SPD und Grünen zurück gestuft in den „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“: Die HQS darf geplant, aber in der Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans nicht mit Bundesmitteln gebaut werden.

2004 Die HQS fällt auch aus dem EU-Leitschema des Transeuropäischen Netzes-Verkehr heraus. Dort ist als Ost-West-Verbindung eine A20 von Glückstadt mit einem Elbtunnel zur A7 und weiter zur A1 bei Lübeck vorgesehen.

2005 sieht die CDU-Regierung die Hafenquerspange als ein mögliches Großprojekt ihrer Privatisierungspolitik und beauftragt die stadteigene RealisierungsGEsellschaft (REGE) mit ihrer Planung als Public-Private-Projekt. Begründet wird das Projekt mit dem damals rapide steigenden Containerverkehr. Finanziert werden soll sie wesentlich durch eine Maut für PKW und LKW nicht nur auf der Neubaustraße, sondern auch auf den so genannten Ausweichrouten (u.a. Köhlbrandbrücke, Kattwykbrücke, ggf. Mengestraße usw.). Dafür wird vom Bund aus Forschungsmitteln eine „Machbarkeitsstudie“ in Auftrag gegeben, die auch 2010 nicht abgeschlossen ist, weil die Hamburger Planungsgrundlagen sich fortlaufend verändert haben.

2005/2006 wird unter Leitung des Industrieverbands Hamburg eine Studie erstellt, die zum Ergebnis hat, dass eine HQS eine geringe Bedeutung zur Lösung von zukünftig erwarteten Problemen für den LKW-Verkehr im Hamburger Hafen hat im Vergleich zu technisch progressiven Maßnahmen, die einen Bruchteil der Kosten erfordern. http://www.bdi-hamburg.de/files/11-05-06_lkw-verkehrsflussoptimierung_hamburgerhafen.pdf

2007 zeichnet sich ab, dass dieses PPP-Projekt – ebenso wie seine Vorbild „Herrentunnel“ bei Lübeck scheitern würde (zu hohe Gesamtkosten, zu hohe Mautgebühren, rechtliche Probleme der Bemautung von bereits existierenden „Ausweich“-Straßen).

2007 November: Auf einem „Labor Hafen-Logistik-Stadt“ der IBA-Hamburg werden erstmals Alternativen sowohl zu Autobahnplänen als auch zur bisherigen Wilhelmsburger Reichsstraße diskutiert. Hierbei geht es u.a. um die „Hafenquerspange im Sinne einer notwendigen leistungsfähigen Verbindung für den Hafen“ - also nicht unbedingt als Autobahn.

2008 Januar wird das Scheitern der von der ReGe vorangetriebenen Planungen einer Nordtrasse (rot) bekannt gegeben (Kosten über 1 Mrd. Euro, mangelnde Verträglichkeit mit dem „Sprung über die Elbe“).

Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V. schlägt ein leistungsfähiges Hafen- und Elbinselnetz ohne neue Autobahnen vor.

Die offiziellen Akteure aber verbleiben bei den Autobahnplanungen von 1998ff.:

Die IBA-Hamburg schlägt eine West-Diagonale vor (lila-blau-rot), verbunden mit einem Rückbau der Reichsstraße;

in der BSU wird u.a. eine Ost-Diagonale (lila,gelb) erarbeitet, bei der die A26 bis zur Wilhelmsburger Reichsstraße weitergeführt, diese an die Eisenbahn verlegt sowie zur Autobahn aufgewertet werden soll;

die DEGES wird beauftragt, eine Südtrasse (lila) zu planen.

2008 April: Der Koalitionsvertrag (CDU-GAL) sieht vor

„Hafenquerspange

Es sollen innerhalb von 3 bis 6 Monaten Lösungen für zwei Ost/West-Straßenverbindungen anhand folgender Kriterien geprüft werden:

  • eine möglichst geringe finanzielle Belastung bei günstigem Finanzschlüssel Hamburg/Bund

  • verkehrliche Entlastung für Wilhelmsburg

  • sie dürfen dem Sprung über die Elbe städtebaulich nicht entgegenstehen

  • keine aufgeständerte Lösung über den Spreehafen

  • keine Zeitverzögerungen

  • Auswirkungen auf eine angestrebte Verlagerung oder Rückbau der Wilhelmsburger Reichsstraße

  • Ausbaubedarf der Diagonaltrasse West

  • ökologische Aspekte der Trassenführungen

Darüber hinaus herrscht Einigkeit, unverzüglich Maßnahmen, wie im IVH-Gutachten beschrieben, zu ergreifen, um den Verkehrsfluss auf der Haupthafenroute auch kurzfristig zu beschleunigen.

Die GAL vertritt die Auffassung, dass bei zwei Straßen die Nordtrasse als ertüchtigte Stadtstraße und die Südtrasse als Autobahn gebaut wird.“ (nur hier ist von einer Autobahn die Rede)

2008 Die DEGES wird mit einer Neuplanung beauftragt. Sie sieht zunächst einen Zweistufenplan vor:
1. Ausbaustufe: Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße zwischen der A252 (Georgswerder) und der A253(Kornweide) und Umwandlung der WRS in eine Autobahn
2. Ausbaustufe: HQS zwischen der A7 und der Wilhelmsburger Reichsstraße/A253 

2009 4. März: Senatorin Hajduk (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Grüne) und Senator Gedaschko (Behörde für Wirtschaft und Arbeit, CDU) stellen ausgewählten Pressevertretern eine von der DEGES erarbeitete Südtrasse (in der Skizze: durchgehende rote Linie) vor. Die Presse versteht dieses als klare Positionsbestimmung der Senatorinnen bzw. des Senats.

2009:Juni: Die Projektstudie der DEGES zur Hafenquerspange wird den Teilnehmern eines Beteiligungsprozesses sowie den Bürgerschaftsabgeordneten zugänglich gemacht:

http://www.planenimdialog.de/Behoerdenmaterial/beh_material.htm

2009 12. September: In einem des Geschäftsführers der Hamburg Port Authority zum Hafenverkehr wird deutlich, dass die HPA die HQS keineswegs als alternativlos ansieht:



Hurtienne1

 


Hurtienne2


2009, 15. September Scoping Termin. (DEGES im Auftrag der BSU, Scopingtermin zur UVS Hafenquerspange, Synopse der Stellungnahmen, IGS: S.39-42, Stand: 09.09.2009
Darin äußert die IBA Hamburg erstmalig eine deutliche Kritik an den Plänen für eine neue Quer-Autobahn:

Fehlender Nachweis der verkehrlichen Notwendigkeit. Es ist bis heute nicht deutlich gemacht geworden, in welchem Maße die HQS ‚hausgemachtem‘ Verkehr von Wilhelmsburg, dem Hafenverkehr und schließlich überregionalem Autobahnverkehr dient, der mit Wilhelmsburg nichts zu tun hat. ...

Das aber bedeutet, dass die Notwendigkeit einer West-Ost-Autobahn durch Wilhelmsburg aus überregionalem Autobahnverkehr abgeleitet wird. Es geht um den Lückenschluss zwischen A 26/A 7 im Westen und A 1 im Osten.

Es ist verkehrsplanerisch anerkannte Praxis, überregionalen Autobahnverkehr nicht durch Stadtgebiete, sondern um diese herum zu führen. Lückenschlüsse im Autobahnnetz dürfen also nicht in besiedeltem Gebiet gesucht werden, und erst recht nicht in einem so vorbelasteten Gebiet wie Wilhelmsburg und auf einer bei aller Vorbelastung empfindlichen Insel. Mit Blick auf das Autobahnnetz südlich von Hamburg und den dort vorhandenen Verknüpfungen der Autobahnen stellt sich ohnehin die Frage, ob die durch den Lückenschluss erreichbaren Reisezeitverkürzungen die mit der HQS als Autobahn verbundenen Eingriffe und Aufwände rechtfertigen.“

Die IBA Hamburg sieht in der HQS eine Zerschneidung insbesondere der Elbinsel Wilhelmsburg:

Weitere Verkehrsinfrastrukturen stehen im Widerspruch zum „Sprung über die Elbe

Weitere Zäsuren und Barrieren verträgt die Elbinsel nicht – ganz im Gegenteil, es muss um den Abbau von Barrieren gehen. Zusätzliche Verkehrsinfrastruktur, die wegen des Hafens erforderlich wird, ist deshalb vorrangig auch danach zu beurteilen, in welchem Maße sie Wilhelmsburger Missstände abbaut. In keinem Fall darf zusätzliche Verkehrsinfrastruktur die Insel weiter zerteilen und von ihren Uferbereichen trennen. Verkehrsprojekte sind auch danach zu beurteilen, ob sie das gesamtstädtische Entwicklungsziel des ‚Sprungs über die Elbe‘ fördern oder beeinträchtigen. Die Schaffung weiterer Zäsuren steht in eindeutigem Widerspruch zu diesem erklärten Ziel der Hamburger Bürgerschaft.“

IGS 2013: „Die neue Entwicklung Wilhelmsburgs sollte nicht durch eine zusätzliche Autobahn, die Hafenquerspange, eingeschränkt werden. Eine neue Autobahn schafft einen künstlichen Staubsaugereffekt für den Verkehr und bedeutet eine zusätzliche Belastung für viele Menschen im Stadtteil.“

2009, November: Resümee aller Bürgergruppen im Beteiligungsprozess (mit Ausnahme von zwei Personen): „Es gibt keinen Nachweis für die Notwendigkeit einer neuen Autobahn durch den Hafen und die Elbinseln (so genannte Hafenquerspange). Ihr Schaden überwiegt einen möglichen Nutzen.

Eine Ost-West-Autobahn entlastet die Hamburger Innenstadt nicht.

Die für 2025 angenommenen Verkehrsverhältnisse erfordern nicht den Bau einer neuen Autobahn (HQS).

Eine Ost-West-Autobahn ist für den Hafenverkehr nicht notwendig, sondern es gibt Alternativen mit einer stadtverträglichen Optimierung der vorhandenen Straßen.

Eine Ost-West-Autobahn schließt keine Autobahnnetzlücke. Eine Umfahrung über Maschen bzw. Kaltenkirchen (A20) ist stadtverträglicher und zugleich zumutbar.

Eine Ost-West-Autobahn belastet ganz Hamburg und vor allem Bostelbek, Moorburg und die Elbinseln mit erheblichem zusätzlichem Verkehr und damit auch mit zusätzlichem Lärm, CO2 und Feinstaub.

Eine neue Autobahn ist wirtschaftlich nicht vertretbar, bringt geringen Nutzen für die Benutzer und großen Schaden für die Umwelt und die AnwohnerInnen.

Ohne den Nachweis der unabweisbaren Notwendigkeit, darf es keine Weiterführung der Planungen für eine Autobahnquerspange geben.“

2010, 23.Februar : Senat beschließt Antrag auf neue Linienbestimmung für die HQS auf der Trasse Süd 1:

 

Linienbestimmung-2010

Hamburger Senat: Bürgerschaftsdrucksache 19/5457, 23.2.2010, S.13: Geplant ist der Verlauf entsprechend "Süd1"

Es gibt allerdings im Planungswerk der DEGES auch eine Untervariante, nach der die HQS in einem 1.Bauabschnitt von der A7 bis zur AS Hohe Schaar, in einem 2. Bauabschnitt nur bis zur A253/Wilhelmsburger Reichsstraße verläuft und erst in einem späteren Stadium weiter geführt wird bis zur A1. Diese Variante steht möglicherweise hinter der Darstellung der Handelskammer Hamburg :


 

 

 

 

Aktuelle Dokumente und Stellungnahmen siehe http://www.zukunftsplan-statt-autobahn.de/

 

Pressemeldungen und Stellungnahmen Herbst 2008 (Links)

"Zur Hafenquerspange, der Verbindung zwischen den Autobahnen 1 und 7, werde noch in diesem Jahr mit einem Beratungsunternehmen ein Gesamtverkehrskonzept erstellt. Gedaschko: 'Es ist kein Geheimnis, dass der bisherige Trassenverlauf wegen der ambitionierten Bauweise extrem teuer würde.' Vom Bund komme kein Geld, und Mautlösungen seien in Deutschland bisher gescheitert" berichtet die TAZ am 1.8.2008.

Über den Gesamtkomplex Hafenbahn-Hafenquerspange-Wilhelmsburger Reichsstraße berichtet Jochen Gipp in der Harburger Rundschau am 17.7.2008 unter der Überschrift: "So wird sich Wilhelmsburg verändern". 

"Senatorin stoppt Nordtrasse der Hafenquerspange" überschreibt die Bildzeitung am 12.7.2008 einen Artikel zu den Plänen für die Reichsstraße und eine Hafenquer-Autobahn. Darin wird auch über Auseinandersetzungen mit der CDU sowie der Hafenwirtschaft berichtet.

Die neue Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Anja Hajduk plädiert für eine Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an den Rand der Nord-Süd-Bahn sowie eine Südtrasse für eine Hafenquerspange. Untersuchungen müssten folgen. Mehr dazu im Interview des NDR mit Frau Hajduk, dem NDR-Bericht vom 11.7.2008 sowie die Reaktionen darauf laut NDR vom 12.7.2008 "Wilhelmsburg: Viel Beifall für Verlegungs-Plan"

Bei den Diskussionen zu Verkehrsprojekten geht es zum einen um Straßenverbindungen für den Hafenverkehr (meistens mit dem Begriff "Hafenquerspange" verbunden), zum anderen um Verbesserungen für Wilhelmsburg - dabei steht die Wilhelmsburger Reichsstraße im Vordergrund. Der Artikel von Jochen Gipp in dem Harburger Teil des Abendblattes "Die Reichsstraße sperren" vom 21.4.2008 berichtet, dass die IGS diese für das halbe Jahr der Ausstellung gesperrt wissen möchte - dann spart man sich den teuren Lärmschutz.

Als Hauptargument für die Hafenquerspange galten immer die "Staus auf der Köhlbrandbrücke". Zur Zeit rollen 41.000 Fahrzeuge statt sonst 32.000 über die Brücke,  weil die Kattwyk-Brücke bis Ende des Jahres defekt (vgl. Artikel der Verkehrsrundschau) und für den Straßen- und Eisenbahnverkehr nicht passierbar ist. Gibt es nun mehr Stau auf der Köhlbrandbrücke? Weit gefehlt: Die Situation habe sich deutlich verbessert, sagen Logistik-Vertreter. Der Grund ist sehr einfach: es werden "Con-Checker" eingesetzt, Leute, die die Container für die Zollprüfung schnell öffnen und schließen. Wie viel nachhaltiger wird die Situation verbessert, wenn die Zollgrenze erst aufgehoben wird! siehe: "Logistik-Initiative Hamburg: Verkehrsfluss im Hafen spürbar verbessert"

Das Vorbild für die Maut-Finanzierung der Hafenquerspange war der Lübecker Herrentunnel. Dazu heißt es jetzt: " Warnowquerung in Rostock taugen nicht als Vorzeige-Projekte. Sie sind die einzigen Bauwerke in Deutschland, die privat finanziert sind und für deren Nutzung der Autofahrer Maut zahlen muss. "Die Bilanz wirkt ernüchternd", zu diesem Schluss kommt ein Gutachten, das das Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben hat." Lübecker Nachrichten, 9.3.2008. Auch der nach dem gleichen Modell geplante Albaufstieg (Autobahn A 8) steht unmittelbar vor dem Aus. Augsburger Allgemeine, 6.3.2008

"Großprojekte wie die A 26 und die Hafenquerspange bringen neue Verkehrsströme in die Stadt anstatt Engpässe zu beseitigen",, Stellungnahme des NABU, 26.2.2008: "Umweltschutz muss Kernthema des nächsten Senats werden"

Lösungen ohne Autobahn
Kooperativ Verkehrs-Lösungen für die Elbinseln und die Veddel ohne Autobahn entwickeln!, Pressemitteilung Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg 22.2.2008

Jochen Gipp, Harburger Rundschau, 14.Februar 2008: "Zwei Hafenspangen statt einer? - Jüngste Überlegungen sehen eine neue, höhere Köhlbrandbrücke vor und gleichzeitig eine Elbquerung im Bereich Kattwyk, um die B 73 zu entlasten"

IBA-Hamburg : Diagonaltrasse einer Hafenquerspange und Umgestaltung der Wilhelmsburger Reichsstraße, Skizze in der Jahrespressekonferenz 2007, 31.1.2008, S. 29, Bericht der HAN: "Die Reichsstraße wird überflüssig"

Senat: Skizze mit Trassenüberlegungen zur Hafenquerspange, in einer Antwort auf eine Bürgerschaftsanfrage, 18.1.2008

Ole von Beust, Aussagen zur Hafenquerspange vom 8. bis 11.2.2008:

in Harburg, (HAN) : "Entlastungen für die Menschen im Süderelberaum wird es nur durch die Hafenquerspange und den Bau sowohl der A 26 als auch der Ortsumgehung Finkenwerder geben. Diese Verkehrsprojekte sind notwendig für die Bürger Finkenwerders, die unter dem Verkehr leiden, und für die Anwohner der B 73 in Harburg." 

und in Wilhelmsburg (Hamburger Abendblatt, ): ""Für die notwendige Hafenquerspange werden wir eine Lösung finden und dabei auf die Mitsprache und Initiative der Menschen in Wilhelmsburg achten"

"Ein Gesamtkonzept muss her" (Abendblatt, 16.1.2008): zu Stellungnahmen von Fischer (CDU Harburg) und Rothschuh (Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.)

Planungen der stadteigenen RealisierungsGesellschaft mit Skizze

Braucht Hamburg die Hafenquerspange?, Vortrag vor der Einwohnerversammlung Wilhelmsburg am 13.11.2007, von Hans-Jürgen Maass, 56 Seiten - pdf (6 MB)

Karin Roth, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, 26.10.2007: "Bundesfernstraßenmaßnahmen des Weiteren Bedarfs wie die Autobahn 252 „Hafenquerspange“ sind grundsätzlich nicht zur Realisierung im Geltungszeitraum des geltenden Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen aus dem Jahr 2004 vorgesehen. In diesem frühen Planungsstadium kann keine belastbare Aussage über einen Baubeginn gemacht werden." (Bundestagsdrucksache 16/6839)

 

Zurück auf Los : Senatspläne für Hafenquerspange gescheitert

Überblick über gegenwärtige Diskussion

Behördenpläne und IBA-Pläne

Hamburg braucht keine neue Autobahn!

Kooperativ konkrete Lösungen finden!

von Michael Rothschuh 12.2.2008

 

 

17.1. 2008 - Die Wende in der Entwicklung:

Veranstaltung der Hamburgischen Architektenkammer
- ausgestrahlt als Nachricht des Tages am 18.1.08. auf HH1 -

"Ursprünglich waren die Kosten für die Hafenquerspange mit 495 Millionen Euro veranschlagt.
Herr Wegener, Chef der städtischen REalisierungs GEsellschaft, trug seine Berechnungen vor: "Damit wären wir bei 1,15 Milliarden Euro". Nach der Machbarkeitsstudie sei eine Finanzierung nicht mehr realistisch.
"Es sei denn der Bund würde ganz erheblich die Anschubfinanzierung, die jetzt zwischen 20 und 40 % liegt, erhöhen - was nicht wahrscheinlich ist".
Staatsrat Fuchs  von der Genehmigungsbehörde BSU erklärte abschließend: "Man muss sich nach intensiver Prüfung neuen Gegebenheiten stellen".
Dazu Liesel Amelingmeyer als Wilhelmsburgerin (Originalton HH1):
" Jetzt kommen möglicherweise Lösungen, Ideen, Netzverbindungen auf der Elbinsel zum Zug, die wir in Wilhelmsburg schon lange überlegen und vorschlagen".

Was wir jetzt brauchen sind Sofortlösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Hafen und auf der ganzen Elbinsel und zugleich Verbesserungen für die von Lärm, Abgasen, Feinstaub und Unfallgefahren betroffenen Wilhelmsburger und Veddeler Wohngebiete.

Außerdem muss ein neuer Ansatz für ein umfassendes Verkehrskonzept für den Hamburger Süden entwickelt werden, bei dem die Bewohner von vornherein einbezogen werden."
  >mehr

 

Hafennetz statt Hafenquerspange

Warum Hamburg kein Verkehrskonzept für Hafen und Elbinsel entwickelt

Hafenquerspange:  hohe Kosten - wenig Nutzen - viel Schaden

Folgen einer Mautfinanzierung

Aktuelle konkurrierende Planungen November 2007

Realisierbare Lösung auf vorhandenen Trassen: Hafennetz

DENKSCHRIFT

aktualisiert Juni  2007

 

 

 

 

39 Seiten pdf 2 MB

1       „Hafenquerspange“ in Hamburgs Mitte?

Die Stadt plant eine neue Stadtautobahn, die auf Stelzen zwischen Ost und West quer durch die Elbinsel, den Hafen und damit die neu entdeckte Mitte Hamburgs führen soll.

2      Braucht der Verkehr die „Hafenquerspange“?

Es gibt eine Vielfalt von Alternativen für den Fern- und Nahverkehr - von der besseren Organisation und Planung über Verkehrsvermeidung und alternative Verkehrssysteme bis hin zu bereits im Bau befindlichen Alternativ-Autobahnrouten. Voraussetzung für konkrete Lösung von Verkehrsproblemen ist eine umfassende Verkehrsanalyse - diese gibt es bisher nicht.

3       „Wilhelmsburg-Maut“- die Lösung des Finanzierungsproblems?

Es geht um die teuersten Autobahnkilometer Deutschlands: mindestens 1/2 Mrd. Euro für 8 km. Den größten Teil sollen die Steuerzahler bezahlen, einen weiteren soll eine Maut für PKW und LKW erbringen, die für die Fahrt von, durch und zu der Elbinsel bezahlt werden muss. Diese aber wird Verkehr in die nördlich der Elbe liegenden Stadtteile Hamburgs bringen, statt Verkehr von dort umzulenken.

4       8 km Stadtautobahn auf Stelzen - eine "ästhetische Bereicherung der Stadtlandschaft" und Höhepunkt der IBA Hamburg 2013?

Die Elbinsel soll durch die Internationale Bauausstellung exemplarisch für die Entwicklung der Städte und Lösung von Problemen im 21. Jahrhundert aufgewertet werden. Ein gigantisches Autobahnprojekt passt nicht dazu.

5       Konferenz „Mobilität, Logistik und Verkehr im Lebensraum Stadt“.

Potenziale und Probleme sollen interdisziplinär, mit Beteiligung der Betroffenen in einem internationalen Forum diskutiert werden mit dem Ziel konkreter modellhafter Lösungen. Das fordert Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V. für 2007.

6       Quellen.

DAS NEUESTE - Juni 2007:

Widersprüche zwischen Autobahnplanung und Stadtentwicklung werden erkannt, die Maut für Ausweichverkehr wird als kaum durchsetzbar angesehen - aber: die Planungsmaschinerie läuft.

 

 

 

interdisziplinäre, internationale 

  PLANUNGSWERKSTATT 2007:
"Mobilität, Logistik & Verkehr im Lebensraum Stadt"

Resolution       PreMi       als Comic verständlicher?

die GAL will          die SPD will       alle anderen lesen erst noch  "die 10 großen Chancen"

 

 

 

Droht eine MAUT für die ganze Elbinsel?
Zur Finanzierung der Hafenquerspange wird derzeit eine Maut auch für "Ausweichverkehre" geprüft: Für Köhlbrandbrücke, Hafenrandstraße + Harburger Chaussee, Kornweide + Mengestraße

Brief an die Hamburger CDU-Mitglieder vom 25.8.06.  mehr

bisherige Maut-Projekte vor der Pleite: manager magazin vom 11.8.06.
Lübecks Politiker aller Parteien: Herrentunnel war ein Fehler  Lübecker Nachrichten vom 27.8.06.

Mautzone Wilhelmsburg  -
 
Testfall für die Privatisierung des öffentlichen Raumes?  Prof. M. Rothschuh August 06.

Machbarkeitsstudie Hafenquerspange mit Prüfauftrag für Mautstraßen  mehr

 

 

 

EINWOHNERVERSAMMLUNG  2.2.06. 

Fotos, Berichte, Presse     
mehr

 

 

AKTUELLE KRITIK UND
ALTERNATIVEN:

 

++ BEISPIEL BOSTON - Wie eine Autobahn im Zentrum eine Stadt zerstört
und welchen Aufwand man treiben muss, um sie wieder los zu werden 
mehr

++ Kritik der ARCHITEKTENKAMMER Hamburg 
PM - pdf

++ Ein TUNNEL im Deich statt einer Autobahnbrücke über dem Wasser:
die Alternative des Stadtplaners G. Bolten

++
Kleine ANFRAGE des Abgeordneten Lühmann  24.Jan.06.  pdf 

++ INDUSTRIEVERBAND HAMBURG - Studie zur Verkehrsflussoptimierung im Hafen pdf (4,7 MB)

++ Nach der Entscheidung, die Projektleitung der privaten REGE zu übertragen PM 6. 5.06 pdf

 

 
 
 



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Graphik links:
Behörde für Stadtentwicklung
und Umwelt -

Originalüberschrift:

"Zukünftiges BAB-Netz
im
Hamburger Zentrum"

 

 

Ein Verkehrs-Dinosaurier in Gestalt einer Container-Autobahn im Hamburger Zentrum ist ein verheerendes Signal für die Elbinsel als Wohnort

 
 

Impressum HAFEN Q U E R SPANGE

Das Projekt "Hafenquerspange" ist der Plan einer Autobahn QUER durch das südliche Hamburger Zentrum.
Ein Verkehrs-Dinosaurier aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.
Diese Internetseite möchte dazu beitragen, privaten Investoren gigantische Fehlinvestitionen zu ersparen
und unserer Stadt Hamburg eine folgenreiche Fehlplanung,
die den verkehrspolitischen und hafenpolitischen Herausforderungen der Zukunft in keiner Weise gerecht wird,
dem "Sprung über die Elbe" als der Jahrhundertaufgabe in der Hamburger Stadtentwicklung massiv in die Quere kommt
und die geplanten internationalen Großereignisse einer Bauausstellung und Gartenschau im Jahre 2013 gefährdet.
Verantwortlich ist der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg, hervorgegangen aus der Zukunftskonferenz Wilhelmsburg

Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V. - (Verein zur Entwicklung der Elbinseln im Herzen Hamburgs)
Rothenhäuser Damm 72c, 21107 Hamburg
Vereinsregister Hamburg VR 17514             www.zukunft-elbinsel.de

info@zukunft-elbinsel.de 

VORSTAND

Marianne Groß gross@zukunft-elbinsel.de

Manuel Humburg humburg@zukunft-elbinsel.de , Vorsitzender  Fon: 040/ 31768663  Fax: 040/31768664

Dirk Holm, holm@zukunft-elbinsel.de 

Michael Rothschuh, rothschuh@zukunft-elbinsel.de , Fon 040/6520296

 

Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V. 2009